Chronik

Unsere Geschichte – seit 1879 für Behringersdorf im Einsatz

Seit ihrer Gründung im Jahr 1879 ist die Freiwillige Feuerwehr Behringersdorf eng mit der Geschichte unseres Ortes verbunden. Was mit einfachen Gerätschaften und dem Engagement seiner Bürger begann, entwickelte sich über Generationen zu einer leistungsfähigen Feuerwehr. Geblieben ist dabei unser gemeinsamer Auftrag: Menschen in Not zu helfen und Verantwortung für unsere Heimat zu übernehmen.

1879 – Die Gründung

In Behringersdorf, das damals rund 300 Einwohner zählte, wurde 1879 die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Erster Kommandant wurde Jakob Beugler, den Vorsitz übernahm Konrad Meyer. Die ersten Jahre waren von großem Einsatzwillen, aber auch von knappen finanziellen Mitteln geprägt.

Als Gründungsmitglieder sind in der überlieferten Chronik folgende Männer genannt:

Johann Ameis, Jakob Beugler, Georg Brückner, Konrad Dorner, Johann Endres, Johann Fleischmann, Georg Gämmel, Georg Geist, Konrad Geist, Andreas Gerstacker, Johann Haas, Friedrich Huber, Andreas Huzelmann, Andreas Klitsch, Peter Koch, Johann Kohlmann, Georg Kraußer, Johann Langfritz, Konrad Leykamm, Martin Mößlinger, Peter Mößlinger, Friedrich Raum, Konrad Raum, Andreas Röhrer, Johann Vestner, Konrad Wagner, Georg Weidinger, Friedrich Zänger und Georg Zänger.

Mit ihrer Bereitschaft, Verantwortung für ihre Mitbürger zu übernehmen, legten sie den Grundstein für unsere Feuerwehr und eine Tradition, die bis heute fortgeführt wird.Dokument_2026-10-05_153355.jpg

1904 und 1905 – Neue Ausrüstung für die junge Wehr

1904 beschaffte die Gemeinde eine Handdruckspritze, einen sogenannten „Hydrophor“, sowie 300 Meter Schläuche. Damit konnte von der Pegnitz aus jedes Gebäude im Ort mit Löschwasser erreicht werden. Im Juli 1905 folgte eine fahrbare Schubleiter, deren Anschaffung durch Anteilsscheine aus der Bevölkerung finanziert wurde. Schon damals unterstützte unsere Feuerwehr auch die umliegenden Ortschaften bei Bränden.

1914 bis 1919 – Krieg und Wiederaufbau

Der Erste Weltkrieg hinterließ tiefe Spuren: Zehn aktive Feuerwehrkameraden kehrten nicht zurück. Trotz dieser schweren Verluste wurde die Feuerwehr weitergeführt. Am 28. September 1919 konnte ein neues Feuerwehrgerätehaus eingeweiht werden, das zu großen Teilen in Eigenleistung errichtet worden war.

1943 bis 1949 – Schwierige Zeiten und ein Neubeginn2026-10-05_152900.jpg

1943 erhielt die Feuerwehr ein Löschgruppenfahrzeug, das auch bei Einsätzen nach Luftangriffen in Nürnberg genutzt wurde. Nach der Beschlagnahmung des Gerätehauses durch amerikanische Truppen im Jahr 1945 konnte sich die Wehr 1946 mit einer erneuten Wahl wieder organisieren. 1949 ergänzten ein gebrauchter Lastwagen der Bundesbahn und zwei Einachsanhänger die Ausstattung.

Die 1950er- und 1960er-Jahre – Ausbau zur Stützpunktfeuerwehr

Behringersdorf übernahm die Aufgabe einer Stützpunktfeuerwehr für den damaligen Landkreis. Die Gemeinde investierte weiter in Ausrüstung und Einsatzbereitschaft: 1963 wurde ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 beschafft, 1965 folgte ein weiteres Löschgruppenfahrzeug.

1973 und 1974 – Neue Technik und Nachwuchsförderung

1973 wurde das erste Tanklöschfahrzeug in Dienst gestellt. Ein ebenso wichtiger Schritt folgte im April 1974 mit der Gründung der Jugendgruppe. Damit legte die Feuerwehr frühzeitig den Grundstein für eine gezielte Nachwuchsausbildung.

1976 und 1979 – Eigenständigkeit und 100-jähriges JubiläumDokument_2026-10-05_151915.jpg

Beim Zusammenschluss der Gemeinden Schwaig und Behringersdorf im Mai 1976 blieb die Eigenständigkeit unserer Feuerwehr und ihres Vereins erhalten. Im Juni 1979 feierte die Freiwillige Feuerwehr Behringersdorf ihr 100-jähriges Bestehen mit einem großen Fest.

1980 – Ein neues Zuhause im ehemaligen Rathaus

Nach 13 Monaten Umbauzeit wurde das frühere Behringersdorfer Rathaus zum Feuerwehrgerätehaus. Die feierliche Übergabe am 17. Dezember 1980 war ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte unserer Wehr.

1982 und 1988 – Weiterentwicklung des Fuhrparks

Im April 1982 ersetzte ein neues LF 16-TS das ältere LF 8. Im Januar 1988 wurde das zweite LF 8 durch ein gebrauchtes, generalüberholtesFoto_2026-10-05_151714.jpg Tanklöschfahrzeug TLF 16 ersetzt. Im März desselben Jahres kam ein gebrauchter VW-Bus hinzu, der mit viel Eigenleistung für den Feuerwehrdienst hergerichtet wurde.

2003 und 2004 – Modernisierung und 125 Jahre Feuerwehr

Im Juli 2003 wurde das bisherige Tanklöschfahrzeug nach mehr als 36 Jahren Dienstzeit durch ein modernes Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 ersetzt. 2004 blickte die Feuerwehr auf ihr 125-jähriges Bestehen zurück. Gleichzeitig feierte die Jugendgruppe ihr 30-jähriges Jubiläum.

2006 – Ein neues Mehrzweckfahrzeug

Mit der Beschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeugs, kurz MZF, wurde der Fuhrpark 2006 weiter modernisiert. Das Fahrzeug ergänzte die Löschfahrzeuge und bot vielseitige Möglichkeiten zur Unterstützung des Einsatzbetriebs.

2012 – Ein neues HLF 20/16DCP_0413.JPG

2012 folgte die Beschaffung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs HLF 20/16. Zum Zeitpunkt seiner Indienststellung zählte es zu den modernsten Feuerwehrfahrzeugen im Nürnberger Land. Mit seiner umfangreichen Ausstattung für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung bedeutete es einen großen Fortschritt für die Einsatzmöglichkeiten unserer Wehr.

Unsere Geschichte geht weiter

Die Anforderungen an die Feuerwehr haben sich seit 1879 stetig verändert. Neben der Brandbekämpfung gehören heute technische Hilfeleistungen und zahlreiche weitere Aufgaben zu unserem Einsatzalltag. Ausbildung, Nachwuchsförderung und die Weiterentwicklung unserer Ausrüstung helfen uns, diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Das Fundament unserer Feuerwehr sind dabei die Menschen, die sich freiwillig engagieren – getragen von Kameradschaft und der Bereitschaft,PICT0113.JPG jederzeit für andere da zu sein.